Kinder lachen im Durchschnitt 400 Mal am Tag – Erwachsene nur 15 Mal. Doch woran liegt das? Ist das Leben als Erwachsener weniger freudig oder lustig? Viele Menschen haben im Laufe des Lebens ihre natürliche Positivität verloren und ein negatives Mindset entwickelt. Dabei ist genau diese fehlende positive Einstellung oft eine der wichtigsten Ursachen für Stress und innere Unzufriedenheit.

Ein positives Mindset führt zu mehr Zufriedenheit.

Zufriedenere Menschen befinden sich in einer positiven Aufwärtsspirale. Studien belegen, dass zufriedene Personen:
–    bis zu 31% produktiver sind,
–    besser mit Stress umgehen,
–    mit bis zu 40% höherer Wahrscheinlichkeit befördert werden und
–    bessere soziale Beziehungen pflegen.

Genug Gründe um mehr Positivität in unser Leben zu integrieren und an einem positiven Mindset zu arbeiten. Dies bedeutet nicht, dass schwierige Situationen weniger häufig auftreten. Jedoch sind wir mit einem positiven Mindset in der Lage konstruktiv und produktiv mit schwierigen und stressigen Situationen umzugehen. Es gelingt uns schnell in den Lösungsmodus zu schalten. Barbara Frederiksen, eine der am meisten zitierten Wissenschaftler der Positiven Psychologie fand heraus, dass positive Menschen über einen signifikant größeren Lösungsraum verfügen als neutral oder negativ geprägte Menschen – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Welches Mindset hast du?

Um herauszufinden, ob du ein positives, neutrales oder negatives Mindset hast, entwickelte der renommierte Stanford Forscher Martin Seligman einen sehr detaillierten ca. 15-minütigen Test. Als Faustregel jedoch gilt man als Optimist, wenn das Verhältnis positiver zu negativer Gedanken mindestens 3:1 ist.

 

Mindshine Praxis-Tipp

Schau dir deine letzten 3 geschriebenen WhatsApp Nachrichten an und teile positiv besetzte Wörter/Phrasen (z.B. “gut”, “voller Erfolg”, etc.) durch negativ besetzte Phrasen (z.B. “nicht machbar”, “Problem”, etc.) und berechne dein Verhältnis.

 

Die gute Nachricht: Du kannst ein positives Mindset trainieren

Solltest du gerade mit Erschrecken festgestellt haben, dass du ein neutrales oder negatives Mindset besitzt, ist dies zunächst kein Beinbruch. Denn genau wie deine physischen Muskeln ist auch dein Positivitäts-Muskel trainierbar. Dabei solltest du deiner mentalen Gesundheit den gleichen oder sogar größeren Stellenwert beimessen als deiner körperlichen Fitness. Durch gezieltes Training deiner Denkprozesse, bist du in der Lage deine Gehirnströme neu zu “verdrahten”. Doch um tatsächliche Effekte zu erzielen, bedarf es konsequentem Training.

Die drei Stellschrauben des positiven Mindsets

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Um deinen Positivitäts-Muskel effektiv zu trainieren, kannst du an folgenden drei Stellschrauben drehen:

1. Positive Wahrnehmung: Setz dir die richtige Brille auf
Unser Gehirn fungiert wie ein riesiger Filter. Das ist prinzipiell nicht schlecht, da wir von Reizen und Informationen regelrecht überflutet werden. Das Problem ist nur, es filtert auch positive Momente. Als Resultat nehmen wir positive Momente weniger und vor allem weniger bewusst wahr. Durch Journaling kannst du diesem Effekt entgegenwirken. Journaling ist ein Tool, welches sich hervorragend dazu eignet, positive Momente bewusster wahrzunehmen und zu konservieren. Jedoch wird es oft nicht konsequent genug praktiziert.

2. Positiver Fokus: Stärke deine positive Grundhaltung
Ein positives Mindset ist eine Grundhaltung und kein festgefahrener Charakterzug. Diese Grundhaltung erlernst du, sobald du du deinen Fokus auf positive Momente und Denkweisen lenkst. Das fängt schon bei kleinen Dingen an: Fallen dir im Zug oder auf der Straße eher negative oder nervige Gespräche und Personen auf oder siehst du vielmehr fröhlich lachende Menschen? Kreisen sich deine Gedanken um die Probleme bei der der Arbeit oder denkst du vielleicht an das, was bei der Arbeit besonders gut läuft? Wenn du dich auf die positiven Momente und Gedanken konzentrierst, kannst du ressourcenorientierter, kraftvoller und positiver agieren. Du erkennst schneller die Potenziale und Chancen in negativen Erfahrungen, nimmst neue Perspektiven ein und kommunizierst konstruktiver. Also lenke deinen Fokus lieber aktiv von negativen oder neutralen Denkweisen auf positive Denkweisen und bau dir dein positives Mindset als Grundhaltung auf.

3. Dankbarkeit praktizieren: Schätze das, was du bereits hast
Der Maler Francis Bacon meinte einmal: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Dankbarkeit stärkt dein positives Mindset ungemein und geht dabei Hand in Hand mit deinem positiven Fokus. Denn fokussierst du dich auf positive Momente, so findest du gleichzeitig zahlreiche Momente für die du dankbar sein kannst. Fünf Minuten Dankbarkeits-Übungen pro Tag können die langfristige Zufriedenheit um mehr als 10% erhöhen.

Positive Wahrnehmung, Fokus und Dankbarkeit sind die Basis der positiven Intelligenz. Sie gehen Hand in Hand und ergänzen sich perfekt. Während du deine Wahrnehmung für positive Momente schärfst und dich darauf fokussierst, werden dir gleichzeitig immer mehr und mehr Dinge auffallen für die du dankbar bist.

Theorie reicht dir nicht? Du willst praktische Übungen? Dann hol dir jetzt Mindshine.